Ü-Zeichen

Volle Sicherheit – auch ohne Ü-Zeichen

Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs hat die Frage nach Emissionen bei Bodenbelägen neu aufgewirbelt. Demnach sind EU-Mitgliedstaaten verpflichtet, ausschließlich europäisch harmonisierte Normen für Bauprodukte anzuwenden, wenn es um die Kontrolle und Bestimmung von Qualitätseigenschaften geht. Über das europäische CE-Zeichen hinausgehende Prüfungen und Kennzeichnungen sind nicht zulässig. Das ist der Grund, weshalb es auch bei Bodenbelägen das Ü-Zeichen seit Oktober 2016 nicht mehr gibt. Das Urteil und seine Folgen sorgen bei Kunden, Architekten und Handwerkern für Verunsicherung.

Jörg Schütten, Leiter der Anwendungstechnik von objectflor, gibt Antworten auf die wichtigsten drei Fragen:

Bedeutet die Anwendung der europäischen Normen einen Rückschritt bei der Sicherheit von Bodenbelägen bezüglich der Emissionen von flüchtigen organischen Verbindungen (VOC)?

Jörg Schütten: Ja, das muss man leider so sagen. Bislang hatte der Verbraucher das Ü-Zeichen als Sicherheit, dass Bodenbeläge vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) entsprechend dem strengen AgBB-Schema auf Emissionen geprüft wurden. Dieses Prüf- und Überwachungsverfahren darf derzeit so nicht angewendet werden. Wir bei objectflor prüfen alle unsere Produkte dennoch auch weiterhin nach den strengen AgBB-Vorgaben, die dazugehörigen „allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen“ des DIBT sind kurz vor Ablauf der Zulassungsverpflichtung aktualisiert und um weitere fünf Jahre verlängert worden.

Das CE-Zeichen gibt diese Sicherheit nicht. Woran können sich Verbraucher und Handwerker orientieren, wenn sie garantiert emissionsarme Produkte verwenden möchten?

Jörg Schütten: Orientierung geben Siegel wie das Zertifikat „Indoor Air Comfort Gold“ oder auch der „Blaue Engel“. Für uns bei objectflor ist es selbstverständlich, dass wir uns, sogar über die ehemaligen AgBB-Vorgaben des DIBt hinaus, an weitaus niedrigeren VOC Grenzwerten messen lassen wollen. Das Zertifikat „Indoor Air Comfort Gold“ wird nur an Produkte vergeben, die alle weltweit festgelegten VOC-Emissionsgrenzwerte unterschreiten. Nirgendwo gelten strengere Richtlinien. Und man bekommt diese Auszeichnung nur, wenn man sich regelmäßig Audits und Prüfungen unterzieht.

Warum sind Vinylböden nicht mit dem Blauen Engel zertifiziert?

Jörg Schütten: Ganz gleich wie gering die Emissionen sind, es gibt keinen Kunststoffboden, der dieses Siegel bekommt. Nachvollziehbar finde ich persönlich diese Entscheidung nicht. Kautschuk- oder Linoleumböden erhalten den „Blauen Engel“, auch unsere ARTIGO-Bodenbeläge tragen dieses Umweltsiegel. Um Unterschiede bei den Emissionen geht es dabei aber nicht.

Bei Designbelägen kann ich nur dringend empfehlen, sich an dem Zertifikat „Indoor Air Comfort Gold“ zu orientieren. Kunden, Handwerker, Bauherren und Architekten gehen absolut auf Nummer sicher, wenn sie sich für Böden entscheiden, die entsprechend ausgezeichnet sind. Alle Bodenbeläge von objectflor tragen dieses Zertifikat.

 

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